Kinderarmut im reichen Österreich

Armut in Österreich

280.000 Kinder in Österreich gelten als armutsgefährdet oder leben bereits in manifester Armut. Sie haben einerseits keine Möglichkeit, ihre Lage aus eigener Kraft zu verändern, andererseits ist Armut in frühen Lebensphasen prägend für schlechte Entwicklungs- und Teilhabechancen in späteren Jahren: In Armut aufzuwachsen bedeutet Nachteile in schulischer Bildung und beruflicher Ausbildung, in den familiären Beziehungen, in der Freizeit und in den Interaktionen mit Gleichaltrigen in den jeweiligen sozialen Gruppen.

Benachteiligung und Ausgrenzung

Benachteiligungen in der schulischen und beruflichen Ausbildung lassen sich mit der Tatsache beweisen, dass zwischen der sozialen Stellung der Eltern und dem Ausbildungsweg der Kinder nach wie vor ein starker Zusammenhang besteht, d.h. das Bildungsverhalten ist in Österreich stark schichtbeeinflusst. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder aus unteren sozialen Milieus in ihrem Schul- und Berufswerdegang gegenüber Kindern aus der Mittelschicht beeinträchtigt sind. Gründe dafür liegen in den Wert- und Verhaltensmustern (auf baldige eigenständige finanzielle Absicherung der Kinder ausgerichtet), dem oftmals autoritären Erziehungsstil und dem öffentlich restringierten Sprachstil der Eltern. Sie fallen häufiger dem Ausleseprozess in der Schule zum Opfer und haben bezüglich Berufswahl keine großen Alternativen zur Auswahl.

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